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Pressebericht über den 11. Jahresempfang der Ottensooser SPD am 27. Januar 2012.
Der SPD-Ortsverein Ottensoos lud nun bereits zum elften Male zu seinem Jahresempfang ein. Zum zweiten Male jedoch in die Aula der Grundschule, um den Gästen wiederum ein Rahmenprogramm bieten zu können. Der Einladung gefolgt waren abermals zahlreiche Besucher aus Gesellschaft und Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern aus Ottensoos und Rüblanden.
SPD-Ortsvereinsvorsitzende Christine Zierer begrüßte die anwesenden Gäste. Unter ihnen leider als einziger höherrangiger überörtlicher Vertreter Bezirksrat und ehem. SPD-Unterbezirksvorsitzender Fritz Körber, der seine Verbundenheit mit dem Ortsverein Ottensoos betonte. Gekommen waren auch das Ottensooser SPD-Ehrenmitglied Hans Vogl und von der örtlichen Politik Bürgermeister Klaus Falk, sowie seine beiden Stellvertreter Tanja Riedel und Hans-Helmut Schmidt, wie auch viele Mitglieder des Ottensooser Gemeinderates quer über die Fraktionen. Darüber hinaus begrüßte Zierer Herrn Pfarrer Kessel von der ev. Kirchengemeinde, die Vertreter der Ortsvereine Lauf Gerd Lochner und eine Delegation der beiden Gemeinderäte Prof. Pieger und Thüringer aus der Nachbargemeinde Neunkirchen. Die Vorsitzende hieß darüber hinaus noch alle Vertreter der örtlichen Vereine und der Feuerwehren aus Ottensoos und Rüblanden herzlich willkommen.
Vor Beginn des Grußwortreigens eröffnete das Musikduo „Tequila Sunrise“ den Abend. In die Begrüßung der Vorsitzenden Christine Zierer stellte sich die Ottensooser Künstlerin Heidemarie Tratz persönlich den Gästen vor und erläuterte einige ihrer Werke, die sie in Form einer Ausstellung in der Aula präsentierte.
Stellvertretender Vorsitzender Franz Stark hielt die Neujahrsansprache für den Ortsverein. Er erläuterte die Entwicklung des SPD-Ortsvereins und stellte heraus, dass die politschen Tätigkeiten im Ort sowohl von Projektarbeit, gleichwohl aber viele andere Aufgaben im Jahreskalender darstellen, die kontinuierlich sind. Diese Arbeiten sind wichtig und man dürfe nicht auf einen kurzfristigen Erfolg schielen. Hier, so der Redner, sollten sich die Bürger einmal fragen, was kann ich für die Gemeinschaft tun und mich einbringen. Stark: „Denn das Engagement von Bürgern ist gut und wichtig, jedoch nicht nur immer gegen etwas protestieren, sonder sich auch einmal zum Wohle aller einsetzen“. Als bestes Beispiel nannte er die Entwicklung im hiesigen Sportverein, wo ein deutliches Zeichen gesetzt wurde, dass man mit persönlichem Engagement und Einsatz etwas Positives bewegen kann. Der Redner erzählte dann über sein Erlebnis als Gewerkschafter beim Jahresempfang der Katholiken im Bistum Eichstätt und appellierte an die beiden christlichen Kirchen, bei ihren eigenen Angestellten mehr betriebsrätliche und gewerkschaftliche Formen zuzulassen. Stark erwähnte am Ende seiner Rede noch die Lethargie in der Bundesregierung, da sich der Juniorpartner FDP im Auflösungsprozess befinde und die Kanzlerin sich in wichtigen Fragen zurückhält, die bereits auf die Wahl hin taktiert. Er wünschte sich im allgemeinen von der großen Politik mehr sachbezogene Entscheidungen, Politik für die Menschen ohne Rücksicht auf das Parteibuch.
Bürgermeister Klaus Falk erwähnte in seiner Ansprache, dass 2011 sich als das Jahr des arabischen Frühlings durchsetzte und die Abkehr von totalitären Staatsformen in Gang gekommen sei. Auch die Umweltkatastrophe im japanischen Fukoshima hat bei allen ein verändertes Bewusstsein hervorgerufen und eine Energiewende eingeleitet.
Falk wandte sich einigen kommunalpolitischen Themen zu und erwähnte, auf was sich die Bürger in der Gemeinde vorbereiten müssen und welche Maßnahmen künftig getroffen werden. Zum Beispiel der Bau der Ortsverbindungsstraße mit einem Radweg nach Lauf, wo nun die Grundstücksangelegenheiten geklärt sind. Die Erneuerung der Eichenhainstraße und der Hirschengasse, wo der Fußweg zur S-Bahn verbessert werden soll. Die Grundschulsicherung soll durch ein Angebot von Hort- und Ganztagesangebot verbessert werden. Ein wichtiger Punkt so Falk weiter, dass sich in der Frage des Kronenbräu-Areals eine Bereitschaft der Eigner mit der Kommune zur Kooperation abzeichnet, hier soll ein zentraler Versammlungspunkt für die Gemeinde entstehen.
Bezirksrat und ehem. SPD-Unterbezirksvorsitzender Fritz Körber überbrachte die Glückwünsche an die Gäste und an die Bürgerschaft von Ottensoos und Rüblanden.
Er skizzierte das abgelaufene Jahr in seiner Ansprache wie ein Buch, weit aufgeschlagen mit Eselsohren, verknickten Seiten und verrutschen Lesezeichen. Viele haben in der Silvesternacht dieses Buch zugeklappt und ins Altpapier befördert. Doch so schnell sollte man das alte Jahr nicht zu den Akten legen, so Körber.
Zu mahnen ist, dass die Finanzkrise die Grundmauern des Wirtschaftssystems erschütterte und stellt die schier unantastbare Marktideologie in Frage. Die Ereignisse machen uns bewusst, wie ungleich Wohlstand, Sicherheit und Lebensmöglichkeiten verteilt sind. Die Menschen erwarten von den Politikern Abhilfe. Er appelierte, dass sich die Bürger in unserer Partei einbringen, sich in den politischen Ortsvereinen einmischen und konstruktiv an einer sozialen Perspektive mitarbeiten. „Ideen müssen zu Taten werden“.
Die Ortsvereinsvorsitzende Christine Zierer bedankte sich am Ende nochmals bei allen Gästen und überbrachte gute Wünsche, vor allem Gesundheit für das neue Jahr 2012. Zierer wörtlich: „der Zweck dieses Jahresempfanges ist und muss bleiben, die Netzwerke zwischen den Bürgern, den Vereinen und der politischen Gemeinde zu verbessern.“ Man stieß mit einem Gläschen gemeinsam darauf an und erfreute sich im Anschluß am Büffet. Die Gespräche unter den Gästen, die musikalische Umrahmung durch „Tequila Sunrise“ sowie die Bilderausstellung von Frau Tratz rundeten den gelungenen Jahresempfang ab.
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